Yoga-Therapie

Die Popularität und die weltweite Verbreitung von Yoga nehmen nach wie vor stetig zu. Da aber nicht nur junge, gesunde und fitte Menschen Yoga üben, stoßen wir Yogalehrer und Yogalehrerinnen immer öfter im Gruppen- und Einzelunterricht auf spezielle Anforderungen hinsichtlich der individuellen Übungsvariation der Asanas.

Während zwar der Wert von Yoga-Kursen als Präventionsmaßnahme – nach § 20 des Sozialgesetzbuches - auch von den gesetzlichen Krankenkassen als Kostenträgern inzwischen akzeptiert ist, wird das therapeutische Potenzial des Yoga bislang nur sehr gering ausgeschöpft.

Dabei gibt es viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die positive Wirkung des Yoga. So wird zum Beispiel schon im Ärzteblatt 2014 berichtet, dass Yoga nachweislich zur Gesundheit von Herz und Kreislauf beiträgt und die Menge der Antioxidantien im Blut erhöht. Auch Stimmungs– und Stoffwechselstudien, die viele Jahre lang durchgeführt wurden, zeigten, dass es mit Yoga sehr gut gelingt, die Höhen und Tiefen des Gefühlslebens auszugleichen. Somit kann Yoga auch als hervorragender Stimmungsaufheller gesehen werden (Ärzteblatt PP13, Ausgabe Januar 2014, Seite 23).

Yoga bietet die verschiedensten Ressourcen für ein gesünderes und besseres Leben. Der vom Bürostuhl schmerzgeplagte Rücken wird stabiler, Stressreaktionen reduzieren sich, der Schlaf verbessert sich, der Blutdruck wird gesenkt und ein blockiertes Knie wird wieder beweglicher und man wird mutiger, um bestimmte Gegebenheiten anzunehmen oder zu verändern.

All dies klingt simpel, leicht und wunderschön. Dass das aber nicht so einfach in der Umsetzung ist und viel Disziplin und auch Mut braucht, ist hauptsächlich den Menschen bewusst, die tatsächlich an Einschränkungen leiden. Aber es ist ein Weg, der sich lohnt und die persönliche Entwicklung unterstützt. Ein Weg, der eine kompetente Begleitung braucht, um nicht unkritisch alte Denkmuster, leere Versprechungen und unsinnige Überzeugungen einzugehen, sondern die heutigen Erkenntnisse und den Wissensstand nahebringt.

Zu meinen „normalen“ Yogastunden und meiner Praxis als Heilpraktikerin, biete ich Einzel- und Gruppenstunden für Menschen an, die entweder nicht am normalen Yogaunterricht teilnehmen können oder möchten oder zusätzlich einen individuellen Unterricht möchten. Diese Erfahrungen möchte ich gerne in diesem Artikel teilen.

Ich möchte hier als Beispiel zwei meiner Teilnehmerinnen zitieren:

 

Christin (Name geändert)

F: Aus welchen Gründen kommst du zur Yogastunde und was erwartest du dir von diesen Stunden?

A: Die Einzelstunden sind mir sehr wichtig. So kann die Therapeutin direkt auf meine individuellen Fähigkeiten bzw. Unfähigkeiten eingehen.

In der Gruppe habe ich meist das Gefühl, nicht so gut korrigiert zu werden.

Bei der Therapie ist immer Zeit, auch mal Fragen zu stellen. Andere Hilfsmittel hinzuzuziehen, die meiner individuellen Situation besser gerecht werden.

Und nicht zu vergessen – ganz wichtig – ich kann die Stunde meinem Tagesablauf anpassen.

Beruflich ist es eben nicht immer möglich, um dieselbe Uhrzeit am selben Ort zu sein.

So kann ich die Stunde viel besser planen und der Stressfaktor geht auch hier schon runter.

F: Was hat sich durch Yoga verändert und welche Wirkung hat Yoga auf deine „Einschränkungen“?

A: Durch die Einzeltherapie hat sich auf jeden Fall verändert, das ich dabeibleibe. Ich habe einen Termin und damit kann ich meine „inneren Schweinehund“ besser überlisten.

Verändert hat sich in erster Linie meine Beweglichkeit.

Bezogen auf meine persönlichen „Einschränkungen“ kann ich deutliche Verbesserungen feststellen.

Natürlich passieren keine Wunder. Es ist ein Prozess, bei dem Geduld gefragt ist.

 

Stephanie (Name geändert)

F: Aus welchen Gründen kommst du zur Yogastunde und was erwartest du dir von diesen Stunden

A: Ich leide an einer Erkrankung, bei der ich irgendwann nicht mehr zufriedenstellend weitergekommen bin.

Ich habe es in Eigenregie und mit viel Unterstützung aus dem naturheilkundlichen Bereich in die relative Symptomfreiheit geschafft. Umso grösser der Schock, als sich nach längerer Zeit die Symptome erneut bemerkbar machten.

Heute buche ich Yogastunden, um eine gute Lebensqualität zu bewahren und auch immer wieder neu herzustellen.

F: Was hat sich durch Yoga verändert und welche Wirkung hat Yoga auf deine „Einschränkungen“?

A: Neu erlernte Techniken der Atmung, Ruhe und Meditation und neu gedachte Gedanken haben mir geholfen, eine ganz andere Art von Kraft aufzubauen. Ich konnte seelisch-­geistig die Stress- und Anspannungsspirale abmildern und physisch die Schmerzen deutlich verringern. Durch Yoga kann ich heute in halbwegs friedlicher Koexistenz mit meiner Erkrankung leben.

Yoga hilft mir mental, mich mit meiner Situation aktiv auseinanderzusetzen, emotional finde ich zu Freude und Gelassenheit und physisch kann ich ganz gezielt durch speziell erlernte Techniken meine Körperfunktionen gut stabilisieren. Ich kann selbst etwas Gutes für mich tun. Ich bin nicht ohnmächtig dem Geschehen gegenüber.

 

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass diese besonderen Yogastunden eine sehr wichtige Bereicherung und zusätzliche Begleitung für viele schulmedizinische Behandlungen sind.

📅 Für Fragen und Terminvereinarungen für eine individualle Beratung oder Therapiestunde freue ich mich eine Kontaktaufnahme über Mail, Telefon oder das Kontaktformular auf dieser Homepage...

 

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Ausbildung: Yoga in der Einzelbegleitung und Therapie

 

Hier ein Artikel zu diesem Thema:

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